| Exponaten-Nr.: | 1 | Inventar-Nr.: | 1-1-1 bis 1-1-4 |
| Name (Umgangssprache): | Diabas | ||
| Name (Wissenschaftlich): | Diabas, Pikrit, Paläopikrit, Spilit | ||
| Alter: | Paläozoikum | ||
| Fundorte: | Lahn-Dill-Gebiet, Kellerwald | ||
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| Beschreibung und Entstehung des Exponates: | |||
| Diabas ist ein grünliches
metamorphes basisches Ergußgestein. Es handelt sich dabei um einen
Basalt, der am Meeresboden ausgetreten ist und dabei von der sogenannten
Ozeanboden- Metamorphose erfaßt wurde. Dabei kommt es im Kontakt
mit dem Meerwasser zur Serpentinisierung, bei der Olivin und ähnliche
Peridotit- und Pyroxen-Minerale in exothermer Reaktion in grünlich
gefärbten Serpentin und Magnetit umgewandelt werden. Die hier gezeigten
paläozoischen Diabase aus dem Lahn-Dill-Gebiet und aus dem Kellerwald
werden auch als Spilit bezeichnet.
Entsprechend seiner veränderten Mineralbestandteile und seiner grobkristallinen Struktur zeigt Diabas im Vergleich zu dem feinkristallinen Basalt aus dem er sich gebildet hat, verändertes Verwitterungsverhalten. Bestimmte im Diabas enthaltene Mineralkristalle verwittern wesentlich rascher, als seine anderen kristallinen Bestandteile. So zeigen die verwitterten Diabasfindlinge eine grübchenhafte Oberfläche, deren Grübchen umso größer sind, je größer die im Gestein enthaltenen Kristallite sind. Diabase aus dem Lahn-Dill-Gebiet sind grob-kristallin, während die meisten Kellerwald-Diabase wesentlich feinkristalliner sind. Auf Grund ihres hohen Eisengehaltes verwittern sowohl Diabas als auch Basalt an der Oberfläche unter Bildung rostfarbener Verwitterungsrinden. Quellen:
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