| Exponaten-Nr.: | 17 | Inventar-Nr.: | 1-3-8 |
| Name (Umgangssprache): | Kellerwaldquarzit | ||
| Name (Wissenschaftlich): | Quarzit | ||
| Alter: | Paläozoikum (Grenze Oberdevon-Untercarbon) | ||
| Fundort: | Kirchhain Niederwald | ||
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Hierbei handelte es sich ursprünglich um ein gut sortiertes küstennahes marines reines Quarzsand-Sediment, das vermutlich über wenige Eintragsstellen in einen dem avalonischen Festland vorgelagerten Graben eingetragen wurde und dort sedimentierte. Zusammen mit den übrigen Sedimenten im Meeresbecken zwischen den Kleinkontinenten Avalonia und Armorika wurden auch diese küstennahen Sedimente im Zuge der Varistischen Gebirgsbildung in den Rheinischen Schiefergebirgsteil des varistischen Faltengebirges eingebaut, dessen Bildung und schließlich auch Einebnung bereits gegen Ende des Paläozoikums abgeschlossen war. Im Verlauf der Diagenese des Lockergesteins zum Festgestein und auch in der Folgezeit unter der Wirkung der gebirgsbildenden Prozesse, bei denen das Gestein Druck und Temperatur ausgesetzt war, wuchsen die größeren Quarzkristallkörner des Sediments auf Grund ihrer geringeren Löslichkeit auf Kosten der kleinen Quarzkörner. Dadurch kam es zur engen Verzahnung der Kristallkörner. Dadurch hat das Gestein eine wesentlich höhere Festigkeit bekommen. Quarzite zeichnen sich gegenüber den Sandsteinen deshalb dadurch aus, daß die Bruchlinien beim Zerschlagen durch die Körner schneiden, während die Bruchlinien im Sandstein um die Körner herum gehen. Auf Grund ihrer Härte werden die von der Verwitterung auf Geröllgröße zerkleinerten Quarzite weiter transportiert, als z.B. die Sandsteingerölle. Die hier gezeigten Kellerwaldquarzitgerölle wurden in der letzten Eiszeit von der Wohra bis in das Amöneburger Becken transportiert und gelangten hier zur Ablagerung. Quellen:
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