| Exponaten-Nr.: | 16 | Inventar-Nr.: | 1.3.4, 1.3.6 und 1.3.7 |
| Name (Umgangssprache): | Taunusquarzit | ||
| Name (Wissenschaftlich): | Taunusquarzit | ||
| Alter: | Paläozoikum (Unterdevon) | ||
| Fundort: | Bahnhof Saalburg im Taunus | ||
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| Beschreibung und Entstehung des Exponates: | |||
| Hierbei handelte es
sich ursprünglich um ein gut sortiertes küstennahes marines Sand-Sediment,
wie es von vielen rezenten Meeresküsten bekannt ist, das überwiegend
aus Quarzkörnern besteht. Zusammen mit den übrigen Sedimenten
im Meeresbecken zwischen den Kleinkontinenten Avalonia und Armorika wurden
auch die küstennahen Sedimente im Zuge der Varistischen Gebirgsbildung
in das Faltengebirge des Rheinischen Schiefergebirges eingebaut, dessen
Bildung und schließlich Einebnung bereits gegen Ende des Paläozoikums
abgeschlossen war.
Im Verlauf der Diagenese des Lockergesteins zum Festgestein und auch in der Folgezeit unter der Wirkung der gebirgsbildenden Prozesse, bei denen das Gestein hohem Druck und erhöhten Temperaturen ausgesetzt ist, nimmt die Löslichkeit der Mineralien zu. Dadurch beschleunigt sich der Effekt, daß die größeren Quarzkristallkörner auf Grund ihrer geringeren Löslichkeit auf Kosten der kleinen Quarzkörner wachsen. Dadurch kommt es zu einer engen Verzahnung der Kristallkörner. Das Gestein erhält dadurch eine wesentlich höhere Festigkeit. Quarzite zeichnen sich deshalb gegenüber den Sandsteinen, aus denen sie entstanden sind, dadurch aus, daß die Bruchlinien beim Zerschlagen des Gesteins durch die Körner schneiden, während die Bruchlinien im Sandstein um die Körner herum gehen. Bei den großen Exponaten (1.3.6) handelt es sich um Taunusquarzit nahe dem Bahnhof Saalburg im Taunus. Unter dem Einfluß der glazialen Verwitterung zerkleinert, mit Fließerden in die Talaue gerutscht und schließlich im Fließgewässer abgerollt, tritt uns das Taunusquarzit-Geröll in der Talaue der Usa bei Bad Nauheim entgegen (1.3.7). Mehr dem Quarzit als der Grauwacke zuzuordnen sind die wahrscheinlich ebenfalls in der Devon-Epoche abgesetzten bräunlichen quarzitischen Grauwacken, die südlich des Tellerbergs bei Münzenberg als Lesesteine gefunden werden (1.3.4). Quellen:
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